Kraftwerke

Vermuntsee

Im Jahre 1930 wurde der Betrieb des Vermuntsees aufgenommen.

Der Vermuntsee nimmt das Wasser aus natürlichen Zuflüssen, vor allem aus dem Kromerbach und der Ill, auf. Bachüberleitungen aus dem Valzifenz-, dem Vergaldner-, Garnera- und Vallülatal führen ebenfalls zum Vermuntsee. Das Obervermuntwerk I übergibt dem Vermuntsee das Wasser aus dem Jahresspeicher Silvretta. Der Vermuntsee dient als Wochenspeicher.

Lage

Der Vermuntsee liegt in der Alpe Schweizer Vermunt, auf einer Höhe von 1.743 Meter. Diese wird im Westen vom Hochmaderer, im Süden von der vergletscherten Litzner-Seehorn-Gruppe und im Osten vom Bergmassiv der Kresperspitze begrenzt. Vom Vermuntsee aus führt das Kromertal zur Litzner-Seehorn-Gruppe. Zum Silvrettasee zieht sich das breite Gebirgstal Großvermunt hin.

Baugeschichte

Die Vorarbeiten zum Bau des Vermuntwerks und seiner Anlagen begannen im Juni 1925 in Partenen. Der kleine Ort verfügte bis dahin weder über Strom, Telefon noch eine zeitgemäße Wasserversorgung. Bis zu 1.700 Ingenieure und Bauleute wurden für das Anlegen von Transportwegen für Material, Gerät und Maschinen, die Errichtung verschiedener Aufstiegshilfen nach Vermunt, Vermuntsee den Bau der Schmalspurbahn von Tschagguns bis Partenen und den Kraftwerksbau mit der Vermuntsperre eingesetzt. Als Abschluss des Hochtals wurde die 50 Meter hohe Sperre Vermunt in den Jahren 1928-1931 als Gewichtsmauer errichtet.

Inbetriebnahme

Der Betrieb wurde im Jahr 1930 aufgenommen. Der erste Vollstau erfolgte im Jahr 1931.

Technische Daten  
Wasser-Einzugsgebiet

107 km2

(davon 7 km2 vergletschert)
Stauziel 1743 m
Oberfläche (bei Stauziel) 0,4 km2
Nutzinhalt 5,3 Mio. m3

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