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Gutes Ergebnis trotz schwierigen Marktumfeldes

illwerke vkw behauptet sich in einem extrem schwierigen Marktumfeld und kann in der Konzernbilanz 2015 das Betriebsergebnis in Höhe von 84 Millionen Euro halten.

Für die Energiewirtschaft war 2015 ein extrem schwieriges Jahr. So sind die Großhandelspreise für Fahrplanenergie von April 2015 bis April 2016 zwischen 20 und 30 Prozent gesunken, die Preise für Regelenergie sind sogar um 50 Prozent eingebrochen. Diese Marktentwicklungen erklären den Umsatzrückgang um 28 Millionen Euro, den illwerke vkw für 2015 ausweist. Dr. Christof Germann, Mitglied des Vorstands von illwerke vkw: „Trotz der niedrigen Großhandelspreise ist es uns gelungen, das Betriebsergebnis auf dem Wert von 84 Millionen Euro zu halten.“ Das Finanzergebnis liegt um 11 Millionen Euro unter dem Vorjahreswert, in dem der Verkauf eines 50-prozentigen Anteils des Mittel- und Niederspannungsnetzes im Allgäu ergebnisverbessernd enthalten war. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EGT) liegt im Geschäftsjahr 2015 bei 72 Millionen Euro.

Wachstum und Effizienz

illwerke vkw hält mit der Errichtung des Obervermuntwerk II einerseits an der Wachstumsstrategie fest, verstärkt angesichts des Marktumfeldes aber auch die Anstrengungen für noch mehr Effizienz. Aufgrund der aktuellen Marktentwicklung wird ein bestehendes Effizienzprogramm von 10 Millionen Euro auf rund 25 Millionen Euro, die sich jährlich durch zusätzliche Erlöse und Einsparungen in der Konzernbilanz niederschlagen werden, erhöht. Alle Kostenstrukturen im Unternehmen stehen auf dem Prüfstand. Eine wichtige Maßnahme ist in diesem Zusammenhang auch die Stabilisierung der Personalkosten. Pensionierungen werden in den nächsten Jahren weitgehend nicht nachbesetzt, eine Zielgröße von knapp unter 1.100 Mitarbeitern soll in den Jahren 2023 bis 2025 erreicht werden. Dr. Germann: „Wir agieren aus einer Position der Stärke. Mit einem Eigenkapitalanteil von 75 Prozent ist der Konzern der Vorarlberger Illwerke AG grundsolide aufgestellt und schlägt sich auch in einem raueren Marktumfeld sehr gut. Wir werden die Herausforderungen der Zukunft meistern.“

2.423 GWh elektrische Energie erzeugt

In der Kraftwerksgruppe Obere Ill-Lünersee wurden im abgelaufenen Jahr 2.110 Gigawattstunden (GWh) elektrische Energie erzeugt (Vorjahr: 1.924 GWh). Die Aufnahme von Pumpenergie betrug 1.403 GWh (Vorjahr: 1.214 GWh). Die Zuflüsse der Speicher der Werksgruppe lagen um 2,7 Prozent über jenen des Regeljahres. Zusammen mit dem Walgauwerk wurden in den Kraftwerken der Illwerke 2.423 GWh elektrische Energie erzeugt.

Entwicklung im Stromgeschäft

Die Stromlieferungen der VKW und der VKW-Ökostrom GmbH im Vertrieb an Endkunden und Weiterverteiler in den Marktgebieten Vorarlberg und Westallgäu erhöhten sich von 2.716,5 Millionen Kilowattstunden (kWh) im Jahr 2014 auf 2.720,6 Millionen kWh. Das ist eine Zunahme von 0,1 Prozent. Die Lieferungen an Kunden in anderen Marktgebieten betrugen 491,8 Millionen kWh, das sind 59,6 Millionen kWh mehr als im Vorjahr. Im Stromhandel wurden 1.320,1 Millionen kWh gegenüber 1.363,7 Millionen. kWh im Vorjahr abgesetzt, womit sich eine leichte Abnahme um 3,2 Prozent ergab. Vorstandsmitglied Dipl.-Ing. Helmut Mennel: „Der gesamte Stromumsatz der VKW als Stromlieferant belief sich auf 4.606,8 Millionen kWh, dies entspricht etwa dem Wert des Vorjahres. Mit neuen innovativen Angeboten haben wir auch unseren Weg zum umfassenden Energiedienstleister ausgebaut.“

Entwicklung im Erdgasgeschäft

Insgesamt lieferte die VKW im Geschäftsjahr 2015 1.602,6 Millionen kWh an Endkunden in Vorarlberg, was eine Erhöhung um 8,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr darstellt.

illwerke vkw

 

2015

in Mio. Euro

2014

in Mio. Euro

Bilanzsumme

1.740

1.648

Anlagenzugänge

216

156

Abschreibungen

80

81

Umsatzerlöse

572

600

Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit

72

84

Jahresüberschuss

53

55