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Brandschutz

Holz wird in Sachen Brandschutz oft Unrecht getan, denn Holz brennt vorhersehbar. Dennoch liegt der Schlüssel zur Sicherheit – und das gilt für alle Baustoffe – in der Einhaltung der geltenden Bauvorschriften.

Holz wird in Sachen Brandschutz oft Unrecht getan, wenn man davon ausgeht, dass Holzgebäude brandgefährdeter sind als Häuser aus anderen Materialien. Holz brennt vorhersehbar. Sein Brandverhalten lässt sich genau im Voraus berechnen und ist daher kontrollierbar.

Der Schlüssel zur Sicherheit – und das gilt für alle Baustoffe – liegt aber in der Einhaltung der geltenden Bauvorschriften.

Das IZM entspricht der Gebäudeklasse 5 gemäß der OIB Richtlinie 2. Für Abweichungen wurden eigene Brandschutzkonzepte mit entsprechenden Ersatzmaßnahmen erstellt und umgesetzt.

Das gesamte Gebäude ist mit einer Sprinkleranlage ausgestattet. Es verfügt zudem über einen Brandmeldeanlage mit Vollschutz mit 800 Rauch- bzw. Wärmemeldern und einer  flächendeckender Fluchtwegs- und Orientierungsbeleuchtung.

Im Keller befindet sich eine Stickstoff-Gas-Löschanlage für die Technik- und Archivräume.

Zwei Sicherheitsstiegenhäuser gewährleisten ein gefahrloses Verlassen des Gebäudes.

Sollte es im IZM zu einem Brand kommen und es spricht einer der Brandmelder an, erfolgt eine automatische Verständigung durch das ICC (Illwerke Control Center) das sich direkt neben dem IZM befindet. Geschulte Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen führen dann eine Erkundung durch.

Sprechen zwei oder mehrere Brandmelder an oder löst die Sprinkleranlage sowie die Gaslöschanlage im Keller aus ertönen im gesamten Gebäude Sirenen. Die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen verlassen das Gebäude gemäß dem Flucht- und Rettungsplan zum Sammelplatz. Zur Unterstützung stehen in jedem Stockwerk und Trakt (Nord/Mitte/Süd) geschulte Evakuierungshelfer zur Verfügung.

Zum Löschen eines Brandes steht eine Löschwasserversorgung durch Hydranten mit  einer Durchflussleistung von 2400l/min, welche am Kühlwasserbehälter des nebenstehenden Rodundwerks I angehängt sind, zur Verfügung. Zudem besteht ein umfangreiches Einsatzkonzept zwischen Orts- und Betriebsfeuerwehr.

Der bauliche Brandschutz besteht aus den Holz-Beton-Verbunddecken die die Stockwerke als nicht brennbare Schicht trennen. In Brandversuchen wurde nachgewiesen, dass die Konstruktion einem Vollbrand 90 Minuten standhält.

Auf eine Beplankung der Holzelemente im Inneren wurde verzichtet um versteckte Brände zu vermeiden. Brandabschnitte in horizontaler und vertikaler Richtung verhindern das Ausbreiten der Flammen im gesamten Gebäude. In horizontaler Richtung übernehmen das Wände und Türen, mit hohen Brandwiderstandswerten. In Vertikaler Richtung geschieht das durch eine Unterbrechung der hinterlüfteten Fassade mittels auskragender Sperren (Vordächer). Sie verhindern, dass ein Brand die gesamte Außenwand des Gebäudes erfasst bzw. über die Fenster weiter nach innen dringen kann.