Unternehmen

1988-heute

1995
Nach langjährigen, schwierigen Verhandlungen erwarb das Land Vorarlberg am 9. November 1995 das Aktienpaket des Bundes an den Illwerken (70,1618 %). Damit endete auch die treuhändige Verwaltung der Bundesbeteiligung durch die Verbundgesellschaft.

1998
Durch die Umsetzung der Elektrizitätsbinnenmarkt-Richtlinie, 96/92/EG, änderten sich die rechtlichen Rahmenbedingungen für die österreichische Elektrizitätswirtschaft grundlegend. Das neue Elektrizitätswirtschafts- und organisationsgesetz (ElWOG) berücksichtigt die besondere Vertragssituation der Illwerke. Im Rahmen einer Verfassungsbestimmung wird klargestellt, dass das Illwerke-Vertragswerk unberührt bleibt.
Das Vorarlberger Elektrizitätswirtschaftsgesetz enthält eine gleichlautende Gesetzesbestimmung.

1999
Die Verbundgesellschaft schied zum 31. Dezember 1999 aus dem Illwerke-Vertragsverhältnis und ihren Strombezugsrechten am Walgauwerk aus. Den Strombezugsanteil der Verbundgesellschaft an der Werksgruppe Obere Ill - Lünersee übernahm die EnBW (vormals EVS) zusätzlich zu ihrem bisherigen Anteil. Gleichzeitig erfolgten rechtliche Klarstellungen, die u. a. den Strombezug der EnBW aus der Kraftwerksgruppe Obere Ill - Lünersee bis zum 30. September 2030 regeln.
Die VKW übernahm zusätzlich zu ihrem bisherigen Hälfteanteil am Walgauwerk von den Illwerken auch jenen Hälfteanteil, den bisher die Verbundgesellschaft inne hatte. Die EnBW nimmt seither auch die Einsatzleitung für das Walgauwerk wahr.

2000
Die vollständige Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes wurde vom Gesetzgeber durch das ElWOG 2000 auf Oktober 2001 vorverlegt.

Vertiefte Zusammenarbeit in der Vorarlberger Elektrizitätswirtschaft: Das Land Vorarlberg beschloss in der Sitzung des Landtages am 8. November 2000, seine VKW-Aktien, die 76,36 % des Grundkapitals der VKW ausmachen, in die Illwerke einzubringen. Die Unternehmen stehen seit dem 1. Januar 2001 unter gemeinsamer Führung. Ein Organschaftsvertrag sowie Betriebsführungs- und Bevollmächtigungsverträge für die Kraftwerksanlagen der VKW und für die Mittel- und Niederspannungsanlagen der Illwerke regeln neue Zuständigkeiten.

2003/2008
Kopswerk II, Baubeschluss / Inbetriebnahme
Am 20. März 2003 fassten der Aufsichtsrat der Vorarlberger Illwerke AG, der größte Partner der Illwerke, die Energie Baden-Württemberg AG, und der Eigentümer, das Land Vorarlberg, den Grundsatzbeschluss zu den Planungen für den Bau des Kopswerks II. Am 19. Juli 2004 erfolgte durch den Aufsichtsrat der Illwerke der Baubeschluss. Der positive UVP-Bescheid (Umweltverträglichkeitsprüfungs-(UVP)-Verfahren) wurde am 13. August 2004 rechtskräftig, mit dem Bau wurde am 1. September 2004 begonnen. Seit Anfang September 2008 liefert das Kopswerk II hochwertige Spitzen- und Regelenergie in das europäische Stromnetz.

2008
Neue Verträge mit dem Land Tirol

Am 7. Januar 2008 wurden die energiewirtschaftlichen Beziehungen des Landes Vorarlberg, der Illwerke und des Landes Tirol vertraglich neu geregelt. Diese „Tiroler Verträge 2008“ sehen unter anderem vor, dass die Heimfallsrechte des Landes Tirol an den in Tirol gelegenen Anlagen der Illwerke sowie die Strombezugsrechte des Landes Tirol aus der RWE-Rechtsnachfolge auf das Land Vorarlberg übertragen werden. Das Land Tirol hat weiters gegenüber dem Land Vorarlberg für die Zukunft auf die Anmeldung der Bereitstellung aus dem „Länderdrittel“ verzichtet. Im Gegenzug erhält das Land Tirol ein Substanzgenussrecht an den Illwerken. Das Land Tirol erhält dadurch jährliche Genussrechtszahlungen. Schließlich sehen die Tiroler Verträge 2008 vor, dass das Land Tirol die Illwerke bei der Aufrechterhaltung und Erneuerungen der wasserrechtlichen Bewilligungen der Tiroler Überleitungen auf Bestandsdauer der Illwerke-Anlagen unterstützen wird.

2010
Unterzeichnung der Handhabungsvereinbarung

Mit der Unterzeichnung einer neuen Handhabungsvereinbarung am 25. Juli 2010 durch den Vorstandsvorsitzenden der EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Hans-Peter Villis, Landeshauptmann Dr. Herbert Sausgruber und die Vorstände von illwerke vkw, Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer und Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann, übernahmen die Illwerke die Vermarktung von 50 Prozent der Spitzen- und Regelenergie aus der Werksgruppe Obere Ill-Lünersee und nutzten damit eine historische Chance.

2010: Unterzeichnung der Handhabungsvereinbarung durch den Vorstandsvorsitzenden der EnBW, Hans-Peter Villis, LH Dr. Herbert Sausgruber und die Vorstände von illwerke vkw, Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer und Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann
2010: Unterzeichnung der Handhabungsvereinbarung durch den Vorstandsvorsitzenden der EnBW, Hans-Peter Villis, LH Dr. Herbert Sausgruber und die Vorstände von illwerke vkw, Vorstandsvorsitzender Dr. Ludwig Summer und Vorstandsdirektor Dr. Christof Germann